Rechtschreibung

Hervorhebungen

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Wenn Du in Deinem Text ein Wort hervorheben möchtest, stehen Dir mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Du musst jedoch unterscheiden, ob Du einen „normalen“ Text schreibst oder einen wissenschaftlichen – denn da gibt es Unterschiede.

Nicht-wissenschaftliche Texte

In nicht-wissenschaftlichen Texten steht es Dir offen, welche Art der Hervorhebung Du verwendest. Es sei denn, der Text wird in einem Verlag veröffentlicht – dann musst Du Dich an dessen Richtlinien halten.

  • Kursivschrift: Max sucht im Lexikon den Begriff Semiotik.
  • Fettdruck: Max sucht im Lexikon den Begriff Semiotik.
  • Unterstreichung: Max sucht im Lexikon den Begriff Semiotik.
  • Kapitälchen: Max sucht im Lexikon den Begriff Semiotik.
  • gesperrter Zeichenabstand: Max sucht im Lexikon den Begriff Semiotik.
  • doppelte Anführungszeichen: Max sucht im Lexikon den Begriff „Semiotik“. (Hier erfährst Du mehr über Anführungszeichen)
  • einfache Anführungszeichen: Max sucht im Lexikon den Begriff ‚Semiotik‘.

Wissenschaftliche Texte

Schreibst Du einen wissenschaftlichen Text, musst Du mehrere Aspekte beachten. Zuallererst schlägst Du nach, was der Zitierleitfaden Deiner Uni vorgibt. Im Idealfall steht dort eine klare Anweisung, an die Du Dich halten kannst. Ist dem nicht so, stehen Dir folgende Optionen* offen:

  • Kursivschrift: Fremdsprachige Wörter, Titel, Betonungen oder sonstige Hervorhebungen schreibst Du am besten kursiv. 
  • gesperrter Zeichenabstand: Eine Alternative für Hervorhebungen und Betonungen ist der gesperrte Zeichenabstand (Achtung: keine Leerzeichen dazwischensetzen).
  • Kapitälchen sind auch eine Möglichkeit.

Nicht erlaubt sind hingegen folgende Hervorhebungen:

  • Fettdruck und Unterstreichungen sollten aus optischen Gründen vermieden werden.
  • doppelte Anführungszeichen werden bereits für Zitate verwendet, daher sollten sie keine zusätzliche Funktion übernehmen.

Von Fall zu Fall anders

  • Wenn einfache Anführungszeichen bereits benutzt werden – sofern innerhalb der Zitate zitiert wird – sollten auch diese nicht für Hervorhebungen verwendet werden. Wenn nicht, steht Dir dies offen.

* Diese Optionen schlagen die meisten Handbücher/Zitierleitfäden vor. Es gibt jedoch auch gegenteilige Meinungen.

Hervorhebung innerhalb von Zitaten

Wenn Du etwas hervorheben möchtest, was Dir innerhalb eines Zitates wichtig erscheint, machst Du es genauso wie im restlichen Text (also kursiv, gesperrt ...). Du musst allerdings hinter der Hervorhebung kennzeichnen, dass Du es hervorgehoben hast und nicht der Autor. Das geht so:

  • Die Lehrerin gab die Anweisung: „Max, such Semiotik [Hervorh. d. Verf.] im Lexikon!“
    (= Hervorhebung des Verfassers/der Verfasserin)

oder

  • Die Lehrerin gab die Anweisung: „Max, such Semiotik [Hervorh. v. M. M.] im Lexikon!“
    (= Hervorhebung von Monika Mustermann (= Initialen))

Wenn der Fall eintritt, dass im Zitat bereits vom Autor eine Hervorhebung vorgenommen wurde, sind sich die Leitfäden leider nicht einig. Manche Richtlinien geben vor, dass man die Hervorhebung genauso wie im Original belassen soll. Andere wiederum sagen, dass man die Hervorhebung im Zitat den Hervorhebungen des restlichen Texts optisch anpassen soll. Und andere Richtlinien schreiben vor, dass man hinter die Hervorhebung [Hervorh. im Original] setzt. Wenn Dein Zitierleitfaden nichts hergibt, kannst Du auch Deinen Professor fragen, welche Variante er bevorzugt, dann bist Du auf der sicheren Seite.

Tipps

  • Wenn Du einen fremdartigen Begriff neu einführst, kannst Du ihn beim ersten Mal hervorheben. Danach jedoch nicht mehr.
  • Benutze nicht zu viele Hervorhebungen, da das unruhig und störend wirken kann.
  • Lege vorher fest, für welche Hervorhebung Du welche Variante benutzen möchtest, und halte Dich daran, damit es einheitlich ist.

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Hallo, ich bin Susanne, Korrektorin aus Mönchengladbach. Ich bin stets auf der Suche nach Rechtschreibfehlern und verhelfe meinen Kunden durch eine gründliche Korrektur zu professionellen Texten.
In meinem Blog thematisiere ich Wissenswertes rund um die deutsche Sprache und (er-)kläre Kommas und Co.

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