Rund ums Korrektorat

Ist die Korrektur wissenschaftlicher Texte erlaubt?

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Zuletzt fragte mich eine Auftraggeberin, ob es erlaubt sei, wissenschaftliche Texte korrigieren zu lassen. Auf diese Frage möchte ich hier näher eingehen.

Mit der eidesstattlichen Erklärung gibt man am Ende seiner Arbeit an, die wissenschaftliche Leistung eigenständig erbracht zu haben. Die Erklärung gilt auch, wenn man einen Korrektor damit beauftragt hat, die Arbeit zu korrigieren. Das liegt daran, dass der Korrektor nichts am Inhalt verändert.

Professoren empfehlen sogar, die Arbeit vor der Abgabe korrigieren zu lassen. So schreibt die Uni München auf ihrer Webseite: „Neben Freunden, Kommilitonen und Verwandten kann man auch einen Profi bitten seine Bachelorarbeit Korrektur zu lesen.“*

Auch im Duden steht, dass es erlaubt ist: „Diese Korrektur durch Dritte ist [...] deshalb zulässig, weil sie keinen Einfluss auf die inhaltliche Gestaltung der Studienabschlussarbeit und damit auf den materiellen Prüfungsinhalt hat.“**

Der Grund dafür ist, dass Texte, die keine Rechtschreib- und Tippfehler beinhalten, viel professioneller wirken. Es vermittelt einen guten Eindruck, wenn die Formalitäten korrekt sind. Die Arbeit wird dadurch aufgewertet und folglich oftmals besser bewertet; die Punkte für den sprachlichen Aspekt kann man sich auf diese Weise sichern.

Meine Auftraggeberin war sehr erleichtert, als ich ihr mitteilen konnte: Ja, es ist erlaubt – und sogar erwünscht – die Arbeit von einem Korrektor überprüfen zu lassen.

* http://www.edu.lmu.de/fachpaed/studium/bachelor/bachelorarbeit/
** Duden. Wie verfasst man wissenschaftliche Arbeiten? 3., völlig neu erarbeitete Auflage. Mannheim: 2006, S. 78.

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Hallo, ich bin Susanne, Korrektorin aus Mönchengladbach. Ich bin stets auf der Suche nach Rechtschreibfehlern und verhelfe meinen Kunden durch eine gründliche Korrektur zu professionellen Texten.
In meinem Blog thematisiere ich Wissenswertes rund um die deutsche Sprache und (er-)kläre Kommas und Co.

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